Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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der Humanität.

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Den Ruhmeswerthen giebst du Unsterblichkeit,

Begrabnen Frevel ziehst du ans Licht hervor,

Und Recht und Unrecht bringet DeineMächtige Stimm' in das Ohr der Nachwelt,

Unwiderrufbar! Keine der webendenDrei Schicksalsschwestern lös't, was die andre spann;Und was der Wahrheit Heilger RechtspruchGöttlich entschieden, das bleibt gerichtet.

Wer Dich, o hohe Göttin, wer Dich verehrt,

Der betet Gott an! Immer ein Herr sein selbstSpricht er der Wahrheit Recht, und übetJede der Pflichten für Menschen menschlich.

Nicht nach der Willkühr stolzer TrimalcionsWird Er entscheiden, lüftend nach ihrem Mahl;

Wird nie ihr juckend Ohr mit süßemMenschenverderblichen Murmeln kitzeln.

Für Freunde leben, leben fürs Vaterland,

Den Frevel scheuen mehr als den bittern Tod,

O Wahrheit, dies ist seine Ehre,

Dies sein Beruf und sein innrer Lohn dies.

Herab vom Himmel senke dich, Königin,

Und mit dir komme strenge Gerechtigkeit,

Und Schaam und Treu' der Erde wiederUnd die so lang' uns cntflohne Einfalt.

Wir warten Deiner. Waffen und Nerv' und ArmErwarten alle, Göttin, von Dir allein! —

Der Zeiten letzte nahn; es altertBlöde die Welt und erträumet Wahnsinn.

Herders Werke z. Phil. u. Gesch. Xl. D III.