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Briefe zu Beförderung
gern von der fröhlichen Seite an und hasset dengrübelnde« Tadel.
Ueber den Tacitus änderte sich mein Urtheil, alsich ihn in reifern Jahren las. Ich kam davon zu-rück, daß er ein Sauertopf sey, der üble Gerüchteund politische Grübeleien zusammengemischt hatte,(ein gemeines, aber äusserst falsches Urtheil ;) wiesehr wünschte ich, ihnen auch den Areopagiten Kor-don, frei von seinen Schlacken, (Brittischen Ver-gleichungen und Epanorthosen) bloß als einen lichte»und leichten Versuch über die Humanitärdes Tacitus zusenden zu können! Nicht leichthat ein Schriftsteller so viele Gemüther tiefer an sichgezogen, als dieser Römer; wer ihn studierte, wardmit Geist und Sinn der Seine. Daher so vieleKommentatoren des Tacitus; je redlicher es jemandmeynte, je mehr er die politische Welt aus eignerErfahrung kennen gelernt hatte, desto mehr lieble erden alten Geschichtschreiber und ward gar selbst seinCommentatvr.
Was Gordon über des Tacitus Charakter, überseine Denkart, seine Beschreibungen, seine Grund-sätze, seine Moral, endlich über seine Schreibart be-hauptet, sagt «her zu wenig, als zu viel; so manchesauch die lateinischen Stylisten, selbst der gute LordMonboddo dagegen einzuwenden haben möchten*).Nach allen Vorübungen, die wir im Deutschen als
) Bor der Zweydrücker - Ausgabe des Tacitus istCrolliuS lange Vorrede über diese Materie sehrschätzbar.