Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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der Humanität.

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Nation zu kämpfen, daß ihre Sprache die unserenicht ganz vertilge. Erwache also, du schlafenderGott, wenn du nicht etwa dichtest oder über Feld ge-gangen bist; erwache, Deutsches Publikum, und laßDir dein Palladium nicht rauben. Aus dem tragenSchlummer, aus dem niedrigen Stolz, der das Be-ste wegwerfend verachtet, aus der Anmaßung, diedem Schlechtesten das Privilegium des Besten er-theilen zu können glaubt, aus der nie kheilnehmcndenKalte, aus der völligen Seelenentfremdung,glaube mir, wird nichts, und kann nichts werden.Die Zeit, da das Alles galt, ist vorüber. Unsanftaus dem Schlafe gerüttelt, erwache und zeige, daßdu kein Barbar bist, damit man dir nicht als ei-nen Barbaren begegne. Deine Sprache, die Schwe-ster der Griechischen, die Königin und Mutter vielerVölker, für ganz Europa hast du zu sichern,auszubilden, zu bewahren.

Sollten wir aber bloß in Reden und Schrif-ten , in Lehren und Hören ein Publikum haben?keins für unsre Handlungen? keins für unser gan-zes Daseyn? Kein Publikum, das auf uns wirkte,worauf wir durch unser Beispiel, durch unser Vor-bild schweigend wirken ? Zweifle daran niemand, jaauch daran niemand: daß diese stille Wirkung ineinem kleinen Kreise von mächtiger Wirkung sey.Sie ist reell; in ihr ist nichts Schein und Schmin-ke. Der Kreis, in dem du lebest und deine Ge-schäfte treibest, ist dein Publikum; fei dies kleinoder groß, du prägst in dasselbe das Bild deinerExistenz, deiner Denk - und Handlungsweise. Hie-mit wirkst du unvermerkt oder bemerket auf die Dei-