Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
Seite
319
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der Humanität.

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Allerdings eine gefährliche Gabe, Machtohne Güte, erfindungsreiche Schlauig-keit ohne Verstand. Nur können, haben,herrschen, geniessen will der verdorben-cultivirte Mensch, ohne zu überlegen, wozu er kön«^ne? was er habe? und ob was er Genuß nenne,nicht zuletzt eine Ertödtung alles Genusses werde.Welche Philosophie wird die Nationen Europa's vondem Stein des Sisyphus, vom Rade Zxions erlösen,dazu sie eine lüsterne Politik verdammt hat?

In Romanen beweinen wir den Schmetterling,dem der Regen die Flügel netzt; in Gesprächenkochen wir von großen Gesinnungen über; und fürjene möralische Verfallenheit unsres Geschlechts, ausder alles Uebel entspringt, haben wir kein Auge.Dem Geiz, dem Stolz, unsrer trägen Langenweileschlachten wir tausend Opfer, die uns keine Thränekosten. Man Hort von dreißigtausend um nichts aufdem Platz gebliebenen Menschen, wie man von her-abgeschüttelten Maikäfern, von einem verhageltenFruchtfelde hört, und wird den letzten Unfall viel-leicht mehr als jene brdauren. Oder man tadelt,was in Peru, Ismail, Warschau geschah, indemman, sobald unser Vorurthei!, unsre Habsucht da-bei ins Spiel kommt, ejn Gleiches und ein Aerge-res, mit verbissenem Zorn wünschet.

So ists freilich. Es ist ein bekannter, undtrauriger Spruch, daß das menschliche Geschlechtnie weniger liebenswerrh erscheine, als wenn esNa lion e n-weise auf einander wirket.