Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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her Humanität. 827

ßenräuber den Beutel reicht, weil ihm das Pistolyor der Brust stehet."

„Friedensschlüsse sind nichtig, nicht nur wenn iwihnen die UebermachtUngerechtigkeiten erpreßt hat, son-dern auch. wenn sie mit Hinterlist zweideutig abgefaßtwerden, um eine günstigeAweideutigkeit gelegentlich gel-tend zu machen. Euer Feind ist Euer Bruder;das könnt Ihr nicht vergessen, ohne auf die Mensch-heit selbst Verzicht zu thun. Bei Friedensschlüssenist nicht mehr von Waffen und Krieg; sondern vonFriede, von Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Treu undGlauben die Rede. Im Friedensschluß ein nachbar-liches Volk zu betrügen, ist ehrloser und strafbarer,als im Eontrakt eine Privatperson zu hintergehen.Mit Zweideutigkeiten und verfänglichen Ausdrückenim Friedensschluß bereitet man schon den Saamcnzu künftigen Kriegen; d. i. man bringt Pulverfässerunter Häuser, die man bewohnet."

„Als die Frage vom Kriege war, habt Ihruntersucht und untersuchen lassen,, was Ihr fürRecht dazu hattet; und dies zwar von den Ver-ständigsten, die Euch am wenigsten schmeicheln.Oder hattet Ihr nicht. Eure persönliche Ehre dabeiim Auge, doch etwas unternommen zu haben, wasEuch von andern Fürsten unterschiede. Als ob esFürsten eine Ehre wäre, das Glück der Völker zustören, deren Vater sie seyn. sollen! Als ob einHausvater durch Handlungen , die seine Kinder un-glücklich machen, sich Achtung erwürbe! Als obein König anderswoher Ruhm zu hoffen hatte, alsvon der Tugend, d. i. von der Gerechtigkeit und voneiner guten Regierung seines Volks!" —