Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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Briefe zu Beförderung

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und doch gibt es nicht eine Geschichte der Völker,der alle Grundsätze über das Verhalten der Na-tionen gegen einander fehlen? Gibt es nicht eineandre, in der die verderblichsten Grundsätzeals billige und preiswürdige Maasregeln aufgestelltsind? Eben deßhalb wissen manche nicht, warumsie nur das Betragen der Europäer gegen die Negerund die Wilden verdammen sollen, da ja ähnlicheGrundsätze in der gesammtcn Völkerge-schichte mit mehr oder minder Modifikationen zuherrschen scheinen.

Die meisten Kriege und Eroberungen allerWelttheile, auf welchen Gründen berührten sie?welche Grundsätze haben sie geleitet? Nicht etwanur jene Streifereien der asiatischen Horden, auchdie meisten Kriege der Griechen und Römer, derAraber, der Barbaren. Vollends die Ketzer- undKreuzzüge, das Verhalten der Europäer gegen Zau-derer und Juden, ihre Unternehmungen in beidenIndien. — Wie bedauret man in allem diesemmanchen großen Mann, der fast übermenschlicheThaten als ein Betrogener, als ein Verrückter that!Mit der edelsten Seele ward er ein Bestürmer undRäuber der Well, der für seine Thaten von Höfen,die so undankbar gegen ihn, als barbarisch gegen dieVölker waren, meistens auch bösen Lohn erntete.Man erstaunt über die Gegenwart des Geistes, dieVasko di Gama, Albuquerque, Eortes,Pizzarro, und viele unter ihnen, in Umstandender gröfiestcn Gefahr zeigten; See- und Straßen-räuber zeigten oft ein Gleiches. Wer aber, derkein Spanier und Portugiese ist, wird sich getrauen,