Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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der Humanität.

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Die klügste Geschichte dieser Art ist die käl-teste, etwa wie Machiavell sie trieb und ansah.Auch sie vergißt Recht und Unrecht, Laster und Tu-gend , indem sie, rein wie ein Gcometec, den Er-folg gegebener Kräfte ausmißt und fortgehend einenPlan berechnet.

Daß aus dieser m ac h i av el lsc h en Geschichte,wenn sie scharf siehet und richtig rechnet, viel zulernen sey, ist keine Frage. Beschäftigt sie sichnicht mit dem verflochtensten, wichtigsten Problem,das unserm Geschlechte vorliegt? Mensch en-kräste im Verhältniß ihrer Wirkungenund Folgen.

Ware nur dies Problem auch rein aufzulösen!Auf dem Schauplatz der Erde, selbst in ihren enge-sten Winkeln laust so Vieles durch einander; gegen-seitige Kräfte stähren einander, und in alles mischensich Umstände, Zeit, Glück, der tausendarmige Zu-fall. Der Klügste ward hintergangen; der Beson-nenste verfehlte seinen Zweck. Also wird diese Schu-le des Unterrichts oft eine Roman schule, daman dem glücklichen Helden Klugheit leihet, die ernicht hatte, und von schimmernden Erfolgen nacheinem falschen Calcul rückwärts rechnet; oder siewird, wenn die besten Kräfte durch einen Zufallmißrathen, ein« niederschlagende Lcction, eine Schu-le der Verzweiflung. Ucberhaupt aber machtdieser Wetzstein der Klugheit das Gemüth leicht zuscharf, zu schartig.

Wer kann MachiavellS Prinzen ohneSchauder lesen ? Wenn ihm auch alles gelänge,