eifer waren des alten Montmorencys Blößen, die demschlauen Auge der Güssen und der Gewalt ihrer Intri-gue» nicht entgehen konnte». Er war in ihren Schlinggen, als er die Möglichkeit einer Vereinigung mit ih.ncn, die ihn so tief gekrankt hatten, bezweifelte. Soentstand das so genannte Triumvirat, das, von Spa-nien geschützt, eine fürchterliche Macht zeigte, die bisan die Grenzen derjenigen Mittel reichte, die sich derentschlossene Trotz des Montmorency, die unerschöpfli-che Intrigue der Guisen, und die Charaktcrlostgkeit desMarfchalls S. Andre erlauben konnte.
Die Königin, überzeugt von der Raschheit, womitder Anfang einer neuen Verbindung ausgezeichnet zuwerden pflegt, stellte sich dem Strome entgegen, umnicht sowohl feinen Lauf zu hemmen, als seine fortrei-ßende Kraft zu schwachen; und so kam erst das Ediktvom MonatJulius, dann die Versammlung der Reichs-stande zu Pontoife und S. Gcrmain, das Religions-gefprach zu Poissy; endlich sogar das Edikt vom Ja-nuar *), das man kaum nach dem unglücklichen Aus-gang des Neligionsgefprachs zu Poissy erwarten konnte,zu Stande. Dieses letzte Edikt, eine Folge der herzli-chen und gründlichen Rede, die der Kanzler von Hopitalmit weiser Benutzung der jetzigen Gesinnungen der Köni-gin hielt, gestattete den Hugenotten zum ersten Mahlwahre Religionsfrsyheit. Dieses Geschenk, und die Er-laubniß , sich in den Vorstädten und andern Orten ver-sammeln zu dürfen, waren wohl das Opfer werth, dassie mit Rückgebung der in den Städten eingenommenen
katho-
*) >7- Januar 1562.