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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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Jetzt führte man den König in Triumph nach Paris,wo seine Gegenwart das Verfahren des Konnetabels ge-gen die Reformirtcn rechtfertigen, und der königlicheNahme dazu dienen mußte, alle Versammlungsplatze derHugenotten zu stürmen, und mit einer grenzenlosenWuth Kanzeln, Kirchenbanke und Stühle zu zerbrechen,und Freudenfeuer daraus zu machen. Mit Entzückenhörte der alte Greis den Spottnahmen, Kapitain Bank-brenner, aus dem Munde des rasenden Pöbels. Nurum einige Stunden früher, so hatte der Prinz von Condedie Vortheile feiner Gegenpartey, und den König in sei-ner Gewalt haben können. Dieser erste Fehltritt schlugaber seinen Muth nicht nieder; und nach einer kurzenUeberlegung sagte er zum Admiral Coligny: „ es ist„einmahl geschehen, jetzt sind wir so tief im Wasser, daß„wir es entweder austrinkcn, oder ertrinken müssen."Hierauf flog er mit seinen drey tausend Reitern nachOrleans, wo er unwissend den Obersten von Andelot ver-stärkte, und ihm eine Verlorne Schlacht«gegen die Ka-tholiken gewinnen half. Orleans wurde zum Waffen«platz und zum Zufluchtsort seiner Anhänger gemacht.

Der Krieg war jetzt unvermeidlich; man fing ihnvon beyden Seiten mit Manifesten und Schmähschriftenan, die, weit entfernt von dem reinen Interesse der Sa-che, vielmehr die bitterste Gallsucht verriethen. So we-nig es gelaugnct werden kann, daß die Königin denPrinzen Conde heimlich unterstützte, daß fie ihm denFrieden anrieth, um ihm Zeit zu seinen Verthcidigungs-anstalten zu verschaffen: so muß man doch gestehen, daßsie öffentlich keinen Schritt that, der sie in dem Argns-auge der Guisen hätte verdächtig machen können.

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