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sie an den Herzog von Kleve; und da diese Verbindungwegen verschiedener Ursachen rückgängig wurde, so er-hielt sie Anton von Bourbon.
Heinrich der Vierte war der dritte und jüngste un-ter seinen Brüdern; die zwey ältesten waren in der Wiegegestorben. Gleich nach seiner Geburt *) sorgte seinGroßvater für seine Erziehung. Seine Gouvernante,Susanns von Bourbon, Johanns von Albret Gemah-lin, erzog ihn auf dem Schlosse Coarasse in Bearn, dasdurch Felsen und Berge von der bewohnten Ebene ge-schieden ist. In seiner Nahrung, Kleidung und übri-gen Behandlung mußte man nach seines GroßvatersWillen die höchste Einfachheit zum Grunde legen. „Was„hilft," sagte der würdige Greis, „köstliche Nahrung,„die schlaff, prächtige Kleidung, die eitel, und Schmci-„ cheley, die unwahr macht! Nicht Stolz und Eitelkeit,„sondern Empfindungen der Großmmh sind es, die dem„ zarten Alter eingeprägt werden müssen. Die einfachste„Erziehung ist immer die beste; und die beste trifft man„da, wo keine Prinzen erzogen werden. Man kleide„und nähre ihn, wie andere Kinder, man gewöhne ihn„an Laufen, an Berg und Felsen erklettern, so wird„sein Körper fest und gestählt werden, und sein Geist„ nicht vor seiner Geburt absterben." Ganz dieser Ein-fachheit getreu, bestand seine gewöhnliche Kost in schwär-zem Brote, Käse und einem Stück Rindfleisch; und sehroft mußte er barfuß und mit unbedecktem Kopfe gehen.
So
«) Z« Pa« in der Provinz Bearn 15?;.