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So wie diese Lebensart seinen Körper zu feinerkünftigen Bestimmung abhärtete, so hatte die Lage, inder ihn die Zufriedenheit mit derselben erhielt, auf eineglückliche Richtung und Stätigkeit seines Geistes einenwesentlichen Einfluß. Sein erster Hofmeister (La Gau-cherie) ein Feind von jedem Unterricht, der den Geistso sehr durch Regeln fesselt, suchte seine Fähigkeiten aufeine liberale Art, mehr in freundschaftlichem Umgängeund unter guten Menschen zu entwickeln, und bey ihmin seinem zarten Alter schon einen Geschmack an den schö-nen Künsten und Wissenschaften zu erwecken. Die Bil-düng seines Herzens ging der Bildung seines Kopfs vor-her; und alles war auf seine zukünftige hohe Bestim-nmng/ auf weife und moralische Regierungsgrundsatzeangelegt. Daher jene schone und erhabene Sentenzen,die er sich so oft wiederholte:
Entweder gerecht siegen, oder ehrenvoll sterben.Fürsten haben über ihr Volk eine große Macht;weit mächtiger beherrscht Gott die Könige.
Heinrich verlor seinen würdigen Lehrer gerade zuder Zeit *), als ihn seine Mutter vorn Hofe entfernte,und ihn nach Pau führte, wo er dem Sittenverderbenweniger unterworfen war.
Sein zweyter Lehrer, Florent Chrckien, ein ehr-würdiger Diener des Hauses Vcndome, erhielt von sei-ner Mutter den Auftrag, ihn in keiner andern Religionals in der Hugonottischen zu erziehen; und da er mit sei-nem
*) 1566.