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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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nem Unterricht einen feinen und richtigen Geschmack andem Schönen verband, so mußte Heinrich schon in seinerKindheit vorbereitet, unwiderstehlich zu ihrer Annahmeund Behauptung hingerissen werden. Sie bot nebst demseinem lebhaften Geiste reichen Stoff nicht zur Verach.tung ( denn dazu waren seine Erzlehungsgrundsatze vielzu edel) sondern zur mindern Werthschatzung einer jedenandern, und vorzüglich der katholischen, die der Spa-nische Despotismus so sehr erniedriget hatte, dar.

Schon früh zeigte sich sein thatenvoller kriegerischerGeist. Er war kaum dreyzehn, als er in dem großenScharmützel bey Loudun, und kaum sechzehn Jahre alt,als er in dem Treffen bey Jarnac Fehler von Seiten derHugenotten bemerkte. „Man greife den Herzog von„Anjon an," sagte er bey Loudun, „denn er würde„uns angreifen, wenn er sich stark genug glaubte; und,, thäte er es nicht, so würde er immer in einer mißlichen„Lage seyn." Bey Jarnac mißrietst) er eine Schlacht,weil der Prinz von Conde mit seiner getheilten Machtgegen ein »»getheiltes Heer zu kämpfen habe. Vielleichtwar die Befolgung seines Raths das einzige Mittel zurGewinnung beyder Schlachren, wie die Nichtbcfolgungden Verlust derselben nach sich zog. Alle diese Vorzüge,die Heinrich in seiner Zartheit zeigte, berechtigten zugroßen Erwartungen. Ein Muth unter Gefahren undharten Entsagung gestählt, ein Herz für die edelstenGrundsätze empfänglich, dem die Religionswuth Abscheugegen Fanatismus, und dem die wilden Verwüstungender Städte und Fluren Liebe zur Menschlichkeit erregen

mußten;