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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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87
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„ will ich einen gewaltsamen und schimpflichen Tod ster-„den," sagte der ehrwürdige Kriegsheld, „als noch„ einmahl die Waffen ergreifen."

Der Ruhe gleich die sich nach einem tobenden Sturmüber das Meer lagert, erhob sich Frankreich jetzt nachseiner Verwüstung. Alles trat in eine schöne Ordnungzurück. Aus jeder Miene sprach Heiterkeit und Frohsinn,aus jeder Handlung Versöhnung und Einigkeit, unddiese beglückende Empfindungen schienen um so herzli-cher, je blutiger die Scenen waren, die vorher gingen.Das ganze Königreich nahm die Gestalt einer patriar-chalischen Verfassung an, und gleich der Sonne, dieauch giftigen Pflanzen Gedeihen giebt, schien der Königdie Ketzer mit Liebe zu umfassen.

Aber im Dunkeln war die Verratherey geschäftig.Die Geschichte laßt ihren Anfang und Lheilnehmerunbestimmt. So viel scheint gewiß, daß, wenn manauch den König davon, bis auf die Zeit ihres Aus-bruchs, frey spricht, die Königin doch schon frühe mitden schwarzen Gedanken und zwar schon zur Zeit desFriedens von S. Germain schwanger ging. Da die ganzeprotestantische Armee ohne Coligny in ein Nichts zurücksank, so mußte man es vorzüglich auf den Untergangdieses Mannes, der mehr als eine Armee galt, anle-gen. Man hatte, um diesen würdigen Feldherrn ein-zuschlummern, keinen tief durchdachten Plan, noch sehrkünstliche Mittel nöthig. Um ihn aber über das Zurück-erinnern an alle Treulosigkeiten des Hofes weg zu heben,und in eine tiefe Sicherheit zu versenken, brauchte mannur mit einiger Konsequenz feinen Wellbürgersinn in

Bewe-