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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
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88
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Bewegung zu setzen, und so war er bey seinem heftigenAbsckeu an innern Unruhen, und bey der Anhänglich-keit seiner Ideen an Beförderung eines allgemeinenWohlwollens und einer allgemein beglückenden Freyheitso verstrickt, daß sein fester Glaube an Moralität desMenschen, und seine Furchtlosigkeit gegen den Ausbruchaller Gefahr, der Immoralirät und der heimtückischenVerrätherey die Mittel zur Ausführung ihres Plansgeben oder erleichtern mußte.

Wetteifernd bemühten sich der König und die Koni-gin allen seinen Gesinnungen zu begegnen, und ein ein-ziger Wink von ihnen war hinreichend, das ganze Heerdes Hofes zu dem Dienste des Admirals zu beflügeln.Alle kleine Aufmerksamkeiten, worin der FranzösischeGeist so hervorstechend ist, wurden erschöpft; keineSache war so klein, die nicht Werth und Wichtigkeit er-hielt, weil sie auf ihn Beziehung hatte; kein Wunsch soleise, der nicht zur schnellen Befriedigung verband; keinBlick so unbedeutend, der nicht gierig aufgefangen, undkein Wink so unwillkührlich, der nicht als Befehl ange-sehen wurde. Jede Handlung des Hofes druckte einherzliches Bestreben nach Coligny's Zuneigung aus, undUM sich seiner ganz zu bemächtigen, überließ man ihnmit sichtbaren Beweisen des Wohlgefallens den freyestenErgießungen seines Herzens.

Man hätte es Undankbarkeit und Mangel an Klug-heit nennen können, wenn er die vielen zuvorkommendenGefälligkeiten des Hofs mit einem argwöhnischen Miß-trauen erwiedert, und einen so rcitzbaren Feind durchKalte zur Annehmung eines entgegen gesetzten Betragens

gezwun-