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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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97
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Diese außerordentliche Gunstbezeigungen, die eSzweifelhaft ließen, ob Karls Betragen bloß Verstellungwar, oder oh er, hingerissen von der Chrwürdigkeit einesso vortrefflichen Mannes, es damahls aufrichtig meinte,beschleimgten die Ausführung des blutdürstigen Plans;Vielleicht hatte Coligny unvermerkt den König auf feine'Seite gezogen, und, nach den Muthmaßungen glaub»würdiger Zeugen, eine Macht über ihn gewonnen, daßer es wagen durfte, von der Königin Mutter und ihrerangemaßten Gewalt, frey und offenherzig zu sprechen.Zugleich hatte er den König bewogen, dem FlandrischenFeldzuge in Person beyzuwohnen, um die innerlichenUnruhen, die feine Gegenwart wirksam mache, durchseine Entfernung zu zerstreuen, selbst jene Lorbern einzu»ernten, welche die Königin ihrem Lieblinge, dem Herzogevon Anjou, aufbewahrt hatte.

Karl war zu einsichtsvoll, um nicht das Wahredieser Winke beurtheilen, zu argwöhnisch, um nichtselbst der Königin Mutter alles das zutrauen, und zurhrgeikig, um neben sich einen mächtigen Rivalen seinesRuhms sehen zu können.

Dem schlauen Auge der Königin konnten die veranidecken Gesinnungen des Königs nicht lange entgehen,und sie hatte zu viele Spione zu seiner Bewachung auftgestellt, um nicht sogleich von allem benachrichtigt zuwerden, was zwischen ihm und Coligny vorging. Mikjedem Augenblick wuchs die Gefahr, und sie sah für sichkeine Rettung, als in der Ausführung eines eben soschnell als sicher wirkenden gewaltsamen Mittels. Aufden unbedingten Beystand der Guisen konnte sie wegen-Heine, d. Diene, i. Th. G Vck«