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Derwandheit der Gefahr gewiß rechnen. Sie selbst er-griff den ersten Augenblick, wo Karl auf der Jagd ohneGefolge seiner Rathe, mit ihr allein war. Sie schloßsich mit ihm in ein Kabinrt eines benachbarten Schlossesein, wo sie mit dem Ernst einer gekränkten Zärtlichkeit,mit der Gewalt mütterlicher Beredsamkeit, und mit derliebevollen Warnung gegen Gefahren so lange auf ihnlos stürmte, bis Karl, der die Folgen ihrer gedrohtenRückkehr nach Florenz und die Rache ihres mächtigenAnhangs fürchtete, sie weinend um Verzeihung bat.
In dem Augenblick, als ihre Klagen und Drohun-gen Karls Her§ erschütterten, riß sie sich von ihm losund überließ ihn ganz den Schwachen seines Charakters,vorzüglich seiner natürlichen Furchtsamkeit. Karl, inder bangen Erwartung, alles zu verlieren, und derhöchsten Bereitwilligkeit, alles zuthun, stürzte ihr nach;aber die Königin spielte die Unversöhnliche, und schloßsich in eine besondere Wodnnng ein. Karls Ahndungenwurden immer fürchterlicher, und wie von einem Ge-spenst- gejagr, brach er in das Zimmer seiner Mutterein, wo er den Herzog von Anjou, die Herrn vönRets,von Tavanes, und von Sauve, die abgesagtesten Feindeder Reformirten, um sie versammelt fand. — Einneuer Beweggrund zur Vermehrung seiner Besorglich-kett, die er hier zu verlieren gekommen war. Karl ver-langte die neuen Verbrechen der Hugonotten zu wissen,verlangte überführt zu werden, wie sehr er sich getäuschthabe, und auf einmahl war die grause Stille, die manbey seiner Hereinkunft beobachtet hatte, unterbrochen.Jeder bemühte sich, mit heuchlerischer Liebe für ihn, den
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