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Coligny's Feinde bewiesen ihren lauten Abscheu. DerKönig von Navarra und der Prinz von Conde trafenColigny ruhig und gefaßt an. Alles was er sagte, war:„Ist das die schöne Aussöhnung, die der König garan-„tirt hat?" Mit der nehmlichen Gelassenheit ertrug erden Schmerz der Amputation seines Fingers, der schonbrandig geworden war. Er ließ sich während derselbenStellen aus der Bibel vorlesen, und sprach sich selbst denerhabenen Trost des Weisen zu. „Gott verlaß mich„nicht in dem Zustand, worin ich bin; sey barmherzig,,, wie du es immer warst. Man schenke den Armen,„sagte er einem seiner Freunde ins Ohr, hundert Tha-„ ler in Gold."
Noch am nehmlichen Tage der Verwundung kamder König mit der Königin Mutter, die ihn jetzt nichtvon der Seite ließ, und seinem Hofgefolge, zu Coligny.Mit vieler Theilnehmung fragte er nach seinem Befinden,und gab ihm seinen Abscheu gegen eine solche schändlicheThat zu erkennen. „Die Verwundung trifft Sie, mein„Vater, der Schmerz mich, Aber ich schwöre Ihnen,„ daß ich eine fürchterliche Rache an dem Meuchelmörder„ nehmen werde — eine Rächt, die kein Beyspiel in derGeschichte haben, und deren Andenken keine Zeit ver-„ Nichten wird." Coligny entgegnete seinen Gesinnungentief gerührt: „Gott, vor dem ich bald erscheinen werde,„ist mein beuge, daß ich mich nie an der Treue gegen„meinen König, noch an den Pflichten gegen den Staat„versündigt habe. Ich weiß es wohl, daß man mich„für einen Verräther, für einen Rebellen und Ruhe-„störer hält. Ich habe keinen andern Beweis, als die
„ Ruhe