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Abgrund zu zeigen, worein er sich durch seine jugendlicheUnbesonnenheit stürzen würde. Jeder entwarf ihm dasscheußlichste Gemählde von den Anmaßungen der Hugo-notten, von ihren schwarzen Anschlagen, ihren Gewalt-thätigkeiten, und von ihren Prahlereyen, daß der Königihre Puppe wäre, und von ihrem Undanke. Wirklichhatten auch einige weniger gemäßigte Hugenotten Gele-.genheit hiezu gegeben. Karl wurde überrascht, und ver-sprach behutsamer zu seyn, und seine Güte zu mäßigen.
Diese Erklärung des Königs war nicht entschlossen,rasch und warm genug, um davon binnen kurzer Zeit,worin alles zu fürchten und auszuführen war, einenblutdürstigen Befehl erwarten zu können; sicherer warder Weg der eigenen Rache, und so wurde Coligny,das Haupt der Protestanten, an einen Meuchelmörderverhandelt, und einige Tage nach der Vermahlung desPrinzen von Navarra durch zwey Kugeln, wovon eineseinen Zeigefinger zerschmetterte, und eine andere seinenlinken Arm streifte, verwundet. Der Schuß fiel ausdem Fenster eines Guistschen Hauses auf ihn, als er vonLouvre nach Hause zurück kehrte. Er wies mit der un-gestörtesten Ruhe auf das Haus, woraus der Schußgekommen war, und gab Einigen seiner Begleiter denAuftrag, den König von diesem Vorfalle zu benachrich-tigen. „Soll ich denn gar keine Ruhe haben? wie?
alle Tage neue Unruhen?" schrie Karl bestürzt überdiese Nachricht und über sein gestörtes Ballenspiel, warfdie Raquette wüthend zu Boden, und ging in den Louvre.
Jedermann setzte diese schwarze That in Entsetzen;Mehrere waren unruhig über ihre Folgen, und selbst
G s Coligny's