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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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Tod, in der Duldung der Protestanten laut aus jedemWinkel zu verkündigen, oder in gräßlichen Bildern ab-zumahlen. Der König, der den Coligny lieb gewonnenhatte, der sogar die Schmerzen seiner Verwundung be-mitleidete, der die Ruhe seines Reichs durch Religions-vcrfolgungen zerrüttet gesehen hatte, wurde so über-rascht, daß er mit wüthender Gebcrde auffuhr: „Nun„so sey Mord über mein ganzes Königreich ausgcgos-„scn — Nicht der Admiral allein, sondern alle, alle„Hugonotten sollen unter eucrm Messer ihr Leben verblu-„ ren. Ich sage, ich befehle euch, nicht Einer darf übrig„bleiben, der mir Vorwürfe machen könnte — eilt„meine Gebote auf der Stelle zu vollstrecken."

Nichts hielt die Sättigung des Vlutdursts auf,als noch die kurze Zeit von Stunden, die zwischen demEntwurf des Plans und seiner Ausführung la-gen. Die Stimme des Gewissens, schon bey jenem über-täubt, konnte bey dieser nicht mehr erwachen. Die an-gebliche Nothwendigkeit der Erhaltung her wahren Re-ligion, mußte die tiegerarcigenVerfolgungen derHerrsch-und Habsucht, und der Privatfeindschast verantworten.Die Mitlernachtsstunde des vier und zwanzigsten Au-gusts *) war zur Vollstreckung dieser That, und dasAnschlagen der Glocke im Palast als Losung verabredet.Um den Coligny gegen die gefährlichen Unternehmungender Guisen zu schützen, d. h. um den Mördern ihr Hä-schergcschäft zu erleichtern, hatte man den Protestantenden Rath gegeben, sich in das Stadtquartier desselbenzusammen zu drangen, und die Bürger mußten ihnen

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