freywillig ihre Wohnungen einräumen. Von dem Blut-urtheil wurden allein der König von Navarra, der PrinzConde und die Marschalle von Montmorency und Dam-ville ausgenommen. Jeder Mitverschworne erhielt seineeigne Bestimmung. Die Ermordung des Admiralswurde dem Herzoge von Guise angewiesen. Der Mar-schall von Tavanes versammelte die Bürgerkompagnieen,gab ihnen in Gegenwart des Königs die zur Ausführungnöthigen Befehle, und fluchte und drohte ihnen allesEntsetzen vor einer solchen That weg. Mit dem Glocken-schlag mußten Pechkerzcn vor die Häuser gesteckt, dieStraßen durch Ketten geschlossen, und Wachen im Hin-terhalt gegen die Fliehenden gestellt werden. Zur Un-terscheidung trugen die Katholiken ein weißes Tuch amlinken Arme und ein weißes Kreuz auf den Hüten.
Alles erwartete jetzt in grauscr Stille die fürchter-lich bange Stunde. Schon hatte der Herzog von Guisedie Schweitzer und einige Französische Kompagnicen umden Louvre postirt, um keinen Bedienten aus dem Hausedes Königs von Navarra und des Prinzen von Condedurch zu lassen. Eben so und in der nehmlichen Absichtwar das Haus von Cvligny umringt. Schon waren dieauf den Straßen zertheilten Soldaten blutschaumend,knirschend und ungeduldig über die Länge der Zeit, inkleine Gefechte gerathen. Karl selbst hatte, von demGefühle der Menschheit zum letzten Mahle ergriffen, seinenFreund, den Grafen von la Rochefoucault, den er an-fänglich durch Bitten zurück halten wollte, und durchBefehle, um nicht selbst verrathen zu werden, nicht zu-rück halten, krnnte, seinem Schicksal Preis gegeben.
Schon