stürmten gegen Coligny's Zimmer. Auf ihr wildes Ge-schrey raffte der verwundete Admiral seine Kräfte zusam-men, und betete, an der Wand gelehnt, fein Todten-gebet.
Hierauf kehrte er sich mit einer erhabenen Seelen-ruhe gegen den Minister Merlin und gegen seine Chirur-gen. „Freunde," sagte er, „die Stunde meines Todes,> nähert sich. Ich habe ihn nie gefürchtet, ich sehe ihn„vielmehr seit langer Zeit voraus; ich fühle mich stark„ genug, ihn mit Gelassenheit zu erwarten. Ich schätze„es für ein Glück, mit vollem Bewußtseyn und in Gott„zu sterben. In dem Gedanken an Unsterblichkeit er-„ kenne ich seinen Trost und meine Beruhigung. Hienie->, den habe ich keines Menschen Hülfe mehr nöthig. Ret-„tet euch, euer Hierseyn beunruhiget mich noch, Wie„leicht könntet ihr mit meinem Schicksale fortgerissen„werden? Eure Gattinnen würden alsdann meinem„ Tode, als der Ursache eures Verlustes, fluchen. Ge-„het, eilet, fliehet! Die Gegenwart Gottes ist mir„hinlänglich. Ihm empfehle ich meine Seele, die sich„ bald von den Fesseln ihrer Hülle trennen wird." Kaumhatten sie sich gerettet, als seine Mörder herein stürzten.„Bist du Coligny?" schrie Defme, den Degen in derHand. Ich bins, antworte-e der Greis, mit ruhi-gem furchtlosen Ton; habe Ehrfurcht, jungerMensch, für meine weißen Haare. Thue wasdu willst; mein Leben ist in deinen Degengegeben. Du kannst es nur um eine kleineSpanne verkürzen. Statt aller Antwort, stieß erihm den mörderischen Stahl in die Brust, zog ihn rau-
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