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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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Nichts schien zur gänzlichen Ausrottung der Ketzerund zur Erringung einer ungestörten Ruhe mehr übrig,als die Seestadt Röchelte, die letzte Schutzwehr der Hu-genotten, wegzunehmen, wozu man schon vorher, nochbey Lebzeiten des Coligny, eine Flotte unter dem BefehleStrozzi und des Barons von la Garde, bereit gehaltenhatte.

An Verratherey gewohnt, ließ der Konig den ach.ten und acht und zwanzigsten Oktober Edikte ergehen,worin er das unglückliche Schicksal derjenigen, welchedie Furcht in weite Gegenden des Königreichs, oderwohl gar außerhalb den Grenzen desselben, zu ihrem ei-genen Elend verbannt habe, beweint, und sie mit schwer,chelhaften Versprechungen der Sicherheit ihres Lebensund der Zurückgebung ihrer Güter binnen einer gewissenZeit in ihre alte Heimakh 'einladet, alle wegen Verschwö-rung verdächtige Gefangene aus ihrem Kerker entläßt,und die ungestörteste Ruhe in Ansehung der Religionzusichert.

Noch immer voll Vertrauen auf das Wort des Kö.nigs, oder auf seine Reue, waren einige Edelleute, ge.schmeichelt durch so billige Bedingungen, zu ihrem Herdezurück gekehrt, und hatten durch ihre Zerstreuung denwirksamen Punkt der Vereinigung des protestantischenHeers nicht nur geschwächt, sondern ihm auch eine tha.tige Hülfe entzogen; da sie Fürsten im Auslande hättengewinnen, oder sich in protestantische Städte werfen,und Anführer einer verwirrten und zitternden Mengehätten werden können.

Rochelle