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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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121
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12 I

durch Coligny als Hochverrather, als Feind des Frie-dens und der öffentlichen Ruhe, als Urheber und Seeleder Verschwörung wider den Thron, verdammt, seineGüter konfiscirt, sein Andenken als infamirend, seinNahme für ausgestrichen aus der Liste der Lebendigenerklärt wurde. Sein Körper, oder sein Porträt, solltevon dem Henker durch alle Straßen geschleift, an einemlichten Galgen aufgeknüpft, sein Wappen an Pferde-schweife gebunden durch alle Städte des Königreichs ge-zogen, alle Ehrendcnkmahle durch die Hand des Schin-ders zerschlagen und zerbrochen, sein Schloß zu Chatillonvöllig geschleift, die Baume des Parks zur Hälfte abge-schnitten, Salz auf die Stätte gestreuct, und auf dem Hofeeine Säule mit einer großen Kupferplatte errichtet wer-den, worauf dieses Urtheileingegraben wäre. Eben sosollten seine Kinder entadelt, erbunfähig und Dienst un-würdig erklärt, und alle ihre Besitzungen eingezogenwerden. Noch weit schauderhafter war der Schluß die-ses barbarischen Urtheils: daß alle Jahre am Bartholo-mäus-Tqge das Andenken an die Vertilgung der Ketzerdurch eine feyerliche Procession und durch Dankliedergefeyert werden sollte. Der König und die Königin wa-ren Zuschauer dieses kanibalischen Auszugs, und manwollte den König von Navarra ebenfalls dazu zwingen.

Man legte dieser letzten Exekution eine Wirkung bey,welche die Kraft der Wahrheit ersticken könnte, und zwei-felte an nichts weniger, als an einer allgemeinen Ucber-zeuaung von Coligny's Verrätherey. Man berief sichsogar auf dieses Urtheil, um alle Gegenbeweise zu ent-kräften.

Nichts