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hielt, unter der Voraussetzung entgegen, daß ihr An-blick seine Zweifel auf einmahl lösen, und ihn auf seineeigene Sicherheit aufmerksam machen würde. Allein ver-gebens; diese Mannschaft war zu zahlreich, um nichtverrathen, und zu schwach, um als Stütze gebraucht zuwerden.
LaMole, der Liebling desPrinzen, geschreckt durchdas Betragen seines Herrn, und durch die Gefahr ei-nes als Verratherey angesehenen Geheimnisses, glaubteseiner Strafe durch ein freyes Bekenntniß zu entgehen,und gerade dieses war der Weg zum Schaffst. Die Kö-nigin ließ ihn, weil er die Verschwornen von hochver-rarherischen Absichten frey sprach, lange foltern, undendlich zum Richtplatz schleifen.
Die Sache der Mißvergnügten, nicht mehr Sacheder Religion, vereinigte alle Franzosen, die mit ihrerLage unzufrieden waren, unter einer Fahne. Ihre An-zahl wuchs, mit der Verbreitung ihrer Grundsätze, undmit der Vermehrung ihrer Gefahr. Sie ergriffen aufden Rath des la Nvue die Waffen, und unterwarfen sichviele Städte und Festungen. Die Königin ließ alsbalddrey Armeen gegen sie aufbrechen, und nöthigte denHerzog von Alencon und den König von Navarra, ihreUnschuld gegen Verleumdungen schriflich zu retten, undsich von dem Verdachte widriger Anschlage auf die Per-son des Königs zu reinigen. Sie spielte auch in dieserneuen Lage ihre Rolle vortrefflich. Mit der Miene dervollen Ueberzeugung von der Unschuld der beyden Für-sten, verlangte sie noch eine schriftliche Rechtfertigungfür die Welt, um die Mißvergnügten mit der Lage, ohne
Anfüh-