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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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131
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und des Elends erweiterten. Jede Kunst fand an ihremGeschmack und an ihrer Verschwendung Unterstützungund Hülfe, die dem Wohl des Staats abgewuchert war;sie fing die ungeheuersten Gebäude an, aber keines vol-lendete sie, überzeugt, daß der Tag, der die letzte Handan die Ausführung legte, der letzte ihres Lebens sey;und so wollte ihr abergläubischer Despotismus sogar demTode trotzen. Dieser ihr barbarischer Aberglaube, einfremdes Produkt des Französischen Bodens, fand anastrologischen Traumcrcyen eine Nahrung, die ihr Zeit-alter der Bildung ihres Geistes noch nicht zu entziehenvermochte. Für sich bestehend, hätte er eben so unschäd-lich seyn können, als er mittheilend verpestend war.Er verbreitete sich sehr bald, wie alles Wunderbare;über das ganze Volk; verfinsterte selbst helle Köpfe, undgab dem Fanatismus und der Schwärmerey das Mord-gcwehr in die Hände. So war die Königin nach deThou's Ausdruck einer Nation im Kriege und Friedengleich gefährlich, die, von der Wuth innerlicherUnruhenbefreyet, kaum den süßen Frieden verkostend, deckGrabe ihres Elends in der Verschwendung ihreb Regie-kerin entgegen geführt wurde.

Füt Heinrich war es wahrlich schon wenig Empfeh-lung, daß ihn eine Mutter, die Skiftcrin des Blutbads;die sogar im Verdachte war, ihren Sohn, den bongestKönig- vergiftet zu haben, so auffallend vorzog. Erentsprach auch mit allen seinen guten Eigenschaften denGrundsätzen seiner Fahrerin, die ihm den Weg zumThrone bahnte, und auf dem Throne beunruhigte.Wäre seine Erziehung einer edlern Pflege anvertrauet

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