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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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Langsam, aber desto gewisser, zog sich das Gewit-ter über den verdorbenen Pariser Hof zusammen. Wäh-rend, daß der König mit der eingcdrungenen schmutzigenund verworfenen Sekte der Büßenden oder Flagellantenandachtelte, daß er sich seinen Vergnügungen gedanken-los überließ, daß er ganze Tage mit Stellung der Dia-manten auf seine Kleider zubrachte; wahrend daß er dieSlaatsgeschafte zuFamilienhändeln herab würdigte, sei-nen unglücklich gebildeten Bruder, den Herzog vonAlen-con, den Spötkcreyen seiner Lieblinge Preis gab, undseinen gekränkten Ehrgeitz mit Rache waffnete, hattendie Mißvergnügten eine Macht in Frankreich zusammengebracht, die der königlichen überall die Spitze bot.

Unter allen Scharmützeln und unter allen kleinenKriegen waren wenige, die zum entscheidenden Vortheilder königlichen Armee ausschlugen. Verstärkt ging diegegenseitige aus ihrem Verlust hervor,

In dem ganzen Kriege war die Belagerung von Lu-signan vielleicht das Wichtigste und Erheblichste, wasausgeführt wurde. Allein, wenn man bedenkt, daß dieBelagerung dieses an sich nicht festen Platzes, von demdreyzehnten Oktober bis zum fünfund zwanzigsten Ja-nuar *) dauerte; daß der Platz von einer geringenMannschaft gegen ein zahlreiches Heer vertheidigtwurde; daß die Garnison, die vpfl einer beyspiellosenHungcrsnoth und einer harten Jahreszeit, mehr alsvon dem Feinde gelitten hatte, einen ehrenvollen Abzugmir Artillerie und Bagage nach Rochelle erhielt, so istdieser Vortheil, gegen die Folge berechnet, unbedeu-

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