Heinrich, durch vorausgeschickte Minister gewon-nen, empfing Damville zu Piemvnt mit einem Kalrstunund mit einer Gleichgültigkeit, die ihm seine Verdiensteum ihn und um den Staat zum Vorwurf zu machenschien; und ehe ihn noch der König ergreifen lassenkonnte, so war Damville seinen Schlingen entwischt,Von dieser Zeit laßt sich seine Erklärung für die Parteyder Mißvergnügten begreifen,
Daß sie nicht blinde Anhänglichkeit, sondern tiefesGefühl derRechtmaßigkeit, daß sie nicht Verachtung dergesetzlichen Staatsordnung, welche die Person des Kö-nigs vorstellte, sondern eine hohe Unzufriedenheit mitden Schwachen, die sich in des Königs Charakter ver-einigten, zum Grunde hatte, beweist sein Schwur, niemehr den König, als nur in seinem leblosen Porträt zusehen. Er hielt auch Wort. Sogleich nach seiner Zu-rückkunft unterzeichnete er die Beschlüsse der Versamm-lung zu Milaud, *) worin sich die Politiker und Refor-mirten über einen gemeinschaftlichen Plan einverstandenhatten. Gestützt auf die Verdienste seiner beyden Bru-der, Merü und Thore, auf die Reichthümer seinesSchwagers, Gilbert Levi von Ventadour, und auf dieThätigkeit seines Neffen, des Vicomte von Lürenne,und gesichert durch die Thätigkeit des Prinzen Conde inDeutschland, mußte er an der Spitze einer zahlreichenArmee dem Hofe um so furchtbarer werden, je mehr sichhier alles in eine hohe Verwirrung auflöste.
Langsam,
*1 1x74, im Julius und August.