hung zur Rettung gesandt habe. Das Volk glaubte andie Worte seines Manifests, wie an die Heiligkeit derSchrift, und machte sich schon hoffnungsvolle Traumevon Verbesserung des Hofs, von Absetzung derMinister,und von der herannahenden Blüthe eines im Schattendes Friedens und der Freyheit aufkeimenden König-reichs. Der Hof war nicht wenig in Bestürzung.
In dem ersten Augenblick schwur ihm der König denLob, und setzte eine Belohnung auf seinen Kopf. EinManifest der Art, das mit einer Versammlung derStände drohte, zog nicht nur eine Reforme, sondernsogar den Umsturz der Verfassung nach sich. Der Her-zog von Revers erhielt den Auftrag, ihn augenblicklichmit einem Truppenkorps aufzusuchen, und zurück zubringen. Allein es war, nach des Herzogs Mönchen-siers Ausdruck, gefährlich, sich zwischen das Fleischund den Nagel zu setzen, und die Königin, die ihrenSchreck nicht verbreitet, die Person des Herzogs vonAlencon nicht so wichtig wissen wollte, die in Verlegen-heit hatte seyn können, einen so vornehmen Gefangenenzweckmäßig zu behandeln, rief Revers zurück, und ließdie Gegenden von Paris befestigen: überzeugt, den Her-zog von Alencon bald nach ihrem Willen zu lenken.
Durch die Entfernung des Herzogs hatte der Königvon Navarra die öffentliche Achtung des Hofs verloren.Von jenem waren allein Strahlen auf diesen zurück ge-fallen. Der König, der die Wunden seiner Gefangen-schaft bald verschmerzt hatte, fing an, sich erst jetzt zufühlen, und die gleichgültige Behandlung des Hofs gabihm den Gedanken zur Flucht, d>e er auch nach einigerZeit ergriff.