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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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154
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Nur ein so zerrütteter Staat, wie Frankreich, nurein so tief gesunkenes Ansehen der Gesetze, wie in diesemKönicirei^c, nnr eine solche Schlaffheit und Regierungs-Unfähigkeit, wie sich in Heinrichs Charakter zeigte, undnur ein so sehr herab gewürdigter Gemcingeist, wie ersich hier in den Herzen solcher ausgesogenen, gedrückten,und geschändeten Unterthanen darstellt, kann die Mög-lichkeit eines Bundes beglaubigen, der alle Kräfte desMenschen durch daS Gebot des blinden Glaubens undG " orsamS lahmte, und ihm nebst seiner moralischenFreyheit jene schone Mannigfaltigkeit von Situationen,die sei« ungebundenes Wirken schafft und verschönert,raubte. Aber noch weit schrecklicher, als der Bund,waren die Mittel, die man zur Ausführung brauchte.—Die Geistlichen sollten auf den Kanzeln und im Beicht-stühle daS Volk zur Empörung gegen die Ketzer auffor-dern, und es ihm zur Buße für seine Sünden auflegen,mit der Gefahr seines Lebens jeden Protestanten an demGenuß der ihm in Frieden gestatteten Freyheiten zuhindern.

Die nach BloiS ausgeschriebene, vom Bunde schonbestochene Versammlung, sollte der Prüfstein der Gesin-nungen des ganzen Königreichs seyn, worauf die Ver-ordnungen des Concils zu Trident zum Grunde gelegtwerden sollten. Jeden Widerspenstigen würde alsdannseine verdiente Strafe, einen Prinzen von Geblüte dieUnfähigkeit der Thronfolge, jeden andern das Todes-urtheil oder die Vogelfreyheit treffen.

Der drohende Trotz, womit diese Verbindung jedemaufgedrungen wurde, ohne die Zahl der Verbundenen

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