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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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190
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Der König vcn Navarra hatte den Schlag vorhergesehen, der ihn jetzt allein treffen würde. Noch glaubteer durch einen nachdrücklichen Brief Heinrichs Seeleumstimmen zu können: Der Inhalt desselben charakte-risirt sein Herz Und seine Lage. „Sie wissen, und Ihre„Briefe die ich in Handen habe, überzeugen mich, daß„der Ehrgeitz der Guisen sich in das Gewand der Reli-gion gehüllt habe, daß sie dem Königreiche und seinen„Repräsentanten gleich feind, immer die Waffen er-griffen haben, um ihrer hungrigen Herrsch, und Ehr-sucht einOpfer mit der Verwirrung im Staate zu brin-„gen. Jetzt aber ist es auf uns beyde vorzüglich ange-„sehen. Ich verliere weniger wie Sie. Ich befolge Ihre„Befehle, diesen Gehorsam schätze ich höher, als den„Stolz unter der Gefahr zu erliegen, die mir vorschwebt.„Indessen thut es mir wehe, daß Ihre Majestät mit der„ Ligue in Unterhandlung stehen, und durch eine Bund«„brüchigkeit gegen die Protestanten sich den Weg zu der„Aussöhnung mit hochverratherischcn Entwürfen ge-„ bahnt haben. Zu allem bereit (denn ich liebe den Frie-„den) habe ich sogar alle meine Vorschlage dem Aus-spruch eines rechtmäßigen Koncils unterworfen, ja„ mich selbst sogar meiner Statthalterschaft mit allen da-„von abhängenden Platzen begeben, wenn nur die An-„ sichrer der Ligue sich zu ehrenvollen Bedingungen ver-„ stehen — giebt es vernünftigere Vorschlage als diese,„ oder als jene, die ich nicht schon gethan habe? Wüßte„ich gewiß, daß ihre Unruhen nur meine Person gelten,„so würde ich mich, am Range erhabener mit jedem der„Anführer schlagen; und wirklich habe ich mich schon

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