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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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der unschuldigen Kinder nach der Kirche der heiligen Ge«novese ziehen, die bey dem Eintritt in die Kirche aus-gelöschten Kerzen mitFüßen treten, und ausrufen: „So„ möge der Stamm von Valois in kurzem ausgelöscht„ und verschwunden seyn. " Sogar der Herzog von An-male wurde durch die Liguisten als Gouverneur von Pa-ris ernannt; Prediger und Beichtvater vereinigten ihreKräfte, um auf dem Grabe der öffentlichen Freyheit dieTriumphzeichen der ausgelassensten Zügellosigkeit zu er-richten. Oeffentlich auf der Kanzel nannte man den Kö-nig einen Heuchler, einen Tyrannen, einen Schwäch-ling, und mit wüthender Geberde forderte man dasVolk zur Rache gegen den auf, der in der meuchelmör-derischen Hinrichtung des großen Kardinals bewiesenhatte, daß er die heilige Religion selbst unter die Füßetreten wollte. „ Nur der tödlichste Religionshaß, nur„ein heißer Eifer für die Ketzerey konnte den Gedanken„ des Meuchelmords einem Könige einflößen, der über-zeugt seyn mußte, daß Niemand mehr für das Interesse„der Religion aufopferte, als die Guifen," dieses wardie Einleitung beynahe zu jeder Predigt. „ Schwört,"schrie der Pfarrer Lincestre bey St. Bartholomäi,„schwört alle, schwört mit mir, meine Zuhörer, schwört„Rache, und hebt zum Zeichen Eures Eides, zum Zei«„chen der Wahrheit, die Hände in die Höhe, hebt auch„Ihr die Hand auf," so donnerte er den unbewegli-chen Präsidenten Harlai an, „ hebt sie hoch in die Höhe,„damit jeder es sehe." Die Sorbonne warf sogar dieinkompetente Frage auf: „ ob der Französische Unterthan„nicht von dem Gesetze der Treue und des Gehorsams„.gegen einen so treulosen König entbunden sey," und

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