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nie gesucht haben würde, so hätte jener unaufhaltsamdurch die heiligsten Pflichten gegen Religion und Staatauch noch den letzten Theil des Staatsglücks zerstörenkönnen. Der König vertraute dcmHerzoge vonMayenne,mit seiner ganzen Anhänglichkeit an die Ligue, die» Oberbefehlshaberstelle seiner Armee, aber jetzt mußte er
in ihm den geschworensten Feind, und den unversöhnlich-sten Rächer eines solchen Meuchelmords erwarten —einen Mann, der furchtbarer als die übrigen Anver-wandten des Herzogs von Guise geworden war, weil ermehr Festigkeit, Schlichtheit und Mäßigkeit besaß. Indieser Verlegenheit gab er einen schnellen Befehl, denHerzog von Mayenne gesanglich einzuziehen, wo manihn fände, und den Kardinal von Guise in seinem Ge-fängniß umzubringen. Er schien seine Furcht vor jenemdurch die Wiederhohlung des Meuchelmords gegen die.sen, sich und dem Volke verbergen zu wollen; allein eswar nur ein Kreis, worin er sich dachte; keine Linie, dieer vorwärts schritt.
Kaum war die Nachricht von dem Tode des Her-zogs und des Kardinals in Paris ruchtbar geworden,als sich das Volk in wilder Bewegung durch einan-der trieb.
Die Rotte der Sechzehner forderte laut zur Racheauf, und ehe es der König verhindern konnte, wurdenalle wichtige Posten der Stadt von dem Pöbel besetzt,und überall Hauptwachen ausgestellt. Feyerliche Pro-zessionen , prächtige Leichenbegängnisse wurden zu Ehrender Gemordeten gehalten. Zehn tausend kleine Kindermußten mit Kerzen in den Handen von dem Kirchhofe
der