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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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251
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Heiligkeit der Unterthanenpflichten schändeten, die be-stehenden Gesetze lästerten, zur blutigen Rache undVerfolgung entflammten. — Die oben angeführtenSchlüsse der Sorbonne wurden durch den Druck unterdem Volke bekannt gemacht, und überall Exemplareausgetheilt; alle Nichtliguisten auf das schimpflichstebehandelt, das Parlament von einem bewaffneten Hau-fen Lotterbuben bestürmt, die verdächtigen Parlaments-rathe abgeführt, und den Beschimpfungen des unsinni-gen Pöbels Preis gegeben — eine Scene, die selbst beymanchen eifrigen Liguisien Entsetzen, Abscheu und Mit-leiden erregte. — Wie große Staatsverbrecher mußtendiese Männer, ehrwürdig durch ihr Alter, durch ihreTalente, ihr Ansehen und ihre Rechtschaffenheit, der ver-worfensten Race zum Gespötte dienen, und in die Bas-tille geworfen, sich dem Platze entrissen sehen, woraufsie so viel Gutes gewirkt hatten, und der jetzt durch einneues Parlament, durch einen Haufen verdorbener, schie-fer und unedler Menschen besetzt wurde. Man legteendlich, um den König mit allen Parisern und der gan-zen Nation zu entzweyen, eine neue Eidesformel vor,wodurch sich die Mitglieder dieses neuen Parlaments vorGott, der Mutter Gottes, allen Engeln und allen Hei-ligen verbanden, in der katholischen, allein seligmachen-den Religion zu leben und zu sterben, ihren letzten Trop.fen Bluts für ihre Vertheidigung, und zur Zernich-tung aller heimlichen oder öffentlichen schwarzen An-schläge auf dieselbe zu vergießen, alle in ihren Bund tre-tende als ihre Brüder zu schützen, für die Unterstützungdes gedrückten Volks, und für die Sicherheit berStadtParis alle Kräfte aufzubieten, die gekränkten Rechte des

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