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schüttern; der König gab wieder alles verloren. DerDlutfluß, eine seiner gewöhnlichen Krankheiten, hatteihn seit einiger Zeit bettlägrig gemacht, und hier warer dem freyen Spiele schwarzer Fanrasieen Preis gege-ben. — Vielleicht fühlte er jetzt zum ersten Mahle diebeweinettswürdigste Lage des zerrütteten Königreichsund seines eignen Zustandes in seiner ganzen sckrcckba-ren Gestalt. Schlaflose Nächte bestürmten seine Einbil-dungskraft und seinen Körper; er weinte und jammerte.„Ach Freunde!" schrie er, „es ist nicht der Tod, wo-„ vor ich schaudere; ich sehe ihn jetzt als Trost an, er„würde mich von einem Leben befreyen, das nickt ver.„dient, gelebt zu werden. — Ick beklage das Schick-„sal aller derjenigen, die ich in meinem Falle mit hinab„ziehe. — Ick bereue den Schritt nicht, den ich ge.„than habc, nur hatte ich ihn eher thun sollen. Ich„hatte die gerechtesten Ursachen, Empörungen zu rächen,„die meine Nation kränkten." Gerade dieser schwäch-liche Umstand des Königs, vergrößert durch das Ge-rächt und durch den Anhang der Ligue, die den kleinstenUmstand zu benutzen wußte, vermehrte die Stärke desBundes und die Partey des Herzogs. Viele Städte,Und selbst edle Patrioten wurden durch die Nachricht:daß der König verrückt, öder gestorben sey, und alsodurch den Drang der Nothwendigkeit in die Ligue hin.ein gezogen, und so war die Partey derjenigen die fürden König strikten, ungewiß — ein schrecklicher Zustandfür alle edle, die durch FamilienverhältNiffe, durch an-dere zufä llige Umstände in eine Lage versetzt waren, ihrerbisher sta ktdhaft behaupteten Rechtschaffenheil ein großesOpfer mit einer peinlichen Heucheley zu bringen.
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