die veränderte Lage der Stadt Paris, die Wünsche desVolks zu einer Thätigkeit riefen, die der Schmerzüber den Meuchelmord seiner Brädcr und die zudring-lichen Aufforderungen seiner Schwester mit Rache waff«rieten, und welche die allgemeine Verächtlichst undOhnmacht des Königs in ihren Fortschritten nicht hin-dern konnte. Er ging über Troycs und Orleans nachChartres, wo ihn die Kinder auf der Straße mit ent-zückendem Frendengefchrey—Es leben die Lothrin-gischen Prinzen, empfingen, und wo ihm die Geist-lichkeit, wie ehemahls demKönige, entgegen ging, undmit Darreichung des Kreuzes befreundeten. Alle Er-wartungen waren in Paris auf seine Ankunft gespannt.Kein Ausdruck der Freude konnte größer, keiner ausge-lassener seyn. Mit wildem Geschrey warf sich das Volkvor ihm, wie vor seinem Gott, seinem Retter und seinemVater hin, bat, flehte, weinte, bebte, und in diesemGewühle von Empfindungen war weniger ein fester ent-schlossener Wille, als eine erhitzte, durch die Mehrheitder zuströmenden Zuschauer vergrößerte Kraft, ohneZweck sichtbar. Keine Hoffnung war so schmeichelhaft,die man nicht von ihm faßte, und keiner wohl so durcheignes Talent, und durch das Unglück, welches die kö-nigliche Partey begleitete, so geschickt, jedem Wunschezu entsprechen, als er.
Der König hatte sich vergebens bemüht, ihn durcheinen Antrag vortheilhafter Bedingungen zu gewinnen.—Sein Entschluß war einmahl nach langen Berathschla-gungen gereift, und durch die Festigkeit seines eigenenCharakters gestählt» — Nichts konnte ihn mehr er-sehnt»