Buch 
Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
Seite
260
JPEG-Download
 

4

rko

„ suchen. — Den Himmel nehme ich al< Zeugen niei-,„ner Versicherung an, und ich schwöre in seinem An-„gesichte, daß ich als erster Prinz von Geblüte es für„meine heiligste Pflicht ansehe, den letzten Tropfen„Bluts für die Vertheidigung meines Königs und„meines Vaterlandes hinzugeben; daß ich meine äußer«„sten Kräfte anstrengen werde, die bösartigen Gestn-„nungen einer, und die Schlaffheit der andern Partey,„die sich zum Verderben eines so blühenden König«„reichs vereinigt haben, abzulenken, zu lahmen und„zu unterdrücken — ich fordere alle Menschen von„noch so verschiedener Religionssinnung, von dem der«„ schiedenartigsien Range und Charakter auf, mir in„diesem heiligen Werke hüifreiche Hand zu bieten, mich,, thätig zu unterstützen, und ich gebe Ihnen mein„Wort, womit ich noch Niemanden tauschte, daß ich„Sie alle zu schützen, gegen jede Kränkung sicher zu fiel«„ len, und Religion und Regierung in allen unterworfe-„ nen Städten zu erhalten wissen werde."

So that Navarra den ersten Schritt zur Versöh-nung, und Heinrich der Dritte zweifelte jetzt um soweniger an der Aufrichtigkeit dieses Maniftsts, als erkeine andere Rettung mehr vor sich sah. Abtr er zeigtean seinem Zaudern, wie viele Ueberwindung ihm oberseiner Furcht vor Rom und stiner Aufforderung zurThätigkeit dieser Schritt kostete. Auf der Brücke vonla Motte, eine Viertelstunde von Tours,: umarmtensich beyde: „Muthig, gnädigster Herr," sagte Na-varra, mit einer feinen Anspielung auf Münzen und

auf