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Den neun und zwanzigsten April wurde der Waf-fenstillstand des Königs mir Navarra registrirl, unddarin das päpstliche Gebiet, die Scadt Avignon undhas Gebiet Vcnaisstn, um auch die leiseste Berührungdes päpstlichen Eifers zu vermeiden, eingeschlossen.Jeder Edelgesinnte ergoß sich in sichtbare Freude überden Entschluß des Königs, und mit frobem Entzückenmahlte man sich schon eine heitere Aufsicht auf die Zu-kunft, eine Rettung oder Linderung der Uebel, dieFrankreich beynahe zernichtet hatten. — Man trautediesem Bunde eine solche Starke zu, daß man den Kö-nig für unüberwindlich in dem ganzen Umfange seinesGebiets und seiner Macht hielt, und wirklich mußtedieser Bund eben so sicher als viel versprechend seyn. —Denn Navarra, als erster Prinz von Geblüte, alsnmthmaßlicher Erbe der Krone, eben so berühmt durchseine Siege als durch feine Verlornen Schlachten, an-erkannt als großer Krieger, und als ein Mann vonunerschöpflichem Muthe, und einem undiegsamen Sinnefür das Beste, hatte ihn mit einem Könige geschlossen,dessen Schwachen kein anderes Mittel zu seiner Ret»jung übrig blieb, als Verzweiflung,
Kurz vor der Einrcgistrirung hatte Navarra einanderes Manifest erlassen, has sich eben so sehr durchdie Würde und das Blühende des Styls, als durchden Abdruck seiner reinen Seele empfiehlt: „ Ich bin,"so erklärte er sich, „der tätlichste Feind aller Rebellen,„die den Untergang des Königs geschworen, das kö-nigliche Ansehen zernichtet, aus dem Heiligthume deri, Gerechtigkeit o>e Parlamente deö Königreichs verjagt,
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