Buch 
Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
Seite
323
JPEG-Download
 

--- Z27

Eine Armee wie diese, starb so gern für ihren Feldherrn»wie er für ste. Vor der Schlacht sagte er zu der Arre-guer dem Obersten des Regiments von Solothuni; „ich„komme, Gevatter, um mit Euch zu sterben, oder Ehre„einzulegen;" und zu dem Obersten Gelati; „hebt mit„hier eine Pike auf, denn ich will an der Spitze Eures„ Bataillons fechten. " Nach der Schlacht schrieb er anGrillon: „bang Dich, braverGrillon, wir haben den„Feind bey Arques geschlagen, und Du warst nicht da-„bey." Sully hat sich in diesem Treffen UnsterblichenRuhm erworben.

Die Langsamkeit des Herzögs von Mayenne, dermehrere Tage unbenutzt verstreichen, der dem Feinde diezur Erhöhung nöthige Ruhe ungestört ließ, gehört un-ter die vorzüglichsten Ursachen der Verlornen Schlacht«Sem ungewöhnlich starker Körperbau forderte viel Be-quemlichkeit, viel Schlaf, und viel Nahrung. Einegewisse Krankheit — Folge eines frohen Augenblicks —hatte diese Schwache noch erhöht; und nicht wenig trugdazu der Schncckengang seiner berechncnvcnKIugheit bey«Seine Truppen — ein treffender Abdruck ihres Feld»Herrn — hatten sehr bald gelernt, die Gemächlichkeitendes Lebens und den Genuß dtr Vergnügungen den Skrä>patzen vorzuziehen. — Einer seiner Geheimschreibcr ließeinmahl ein fthr wichtiges Paquet vier Tage unerbro»chen. Treffend sagt Sixt der Fünfte von ihm vor derSchlacht bey Arques: „ der Bearner siegt gewiß, denn„erbringt weniger Zeit bey Tische zu, als der Herzog„von Mayenne bey der Tafel, und jener verbraucht„mehr Stiefeln, als dieser Schuhe." Ohne diese

U 2 Schwä-