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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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322
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bunden mit dem Trotze, es für den theuersten Preis zuverkaufen, erhielt die Kräfte in der nöthigen Spannung,als der zerstreuete Nebel das Kanonenfeuer vorn SchlosseArques entband, das denn so wirksam spielte, daß dermächtige Feind in wilder Unordnung mit Verlust vonsechs hundert Todten das Schlachtfeld verließ, und sichhinter den Hügeln zurückzog, bestürzt durch den uner-warteten Widerstand, und die Große seines Verlustes.

Der König hatte diesen glänzenden Sieg allein sei-nem Muthe und der Langsamkeir des Herzogs vonMayenne zu danken. Vor der Schlacht war er in wah-rem Sinne des Worts: „ein König ohne Königreich,,,ein Mann ohne Weib, ein Feldherr ohne Geld, " unddennoch konnte nichts seine Thätigkeit, seine Gegenwart,seine Tapferkeit, und seine Unverdrossenheit lahmen.Mehr als einmahl war er in der höchsten Gefahr seinesLebens; bald trieb er hinter den Linien seine Feinde zu-rück , bald verfolgte er sie an der Spitze der Reiterey,bald verrichtete er die Dienste des gemeinsten Soldaten.Seine Ofsteiere und seine Truppen bildeten sich nach sei-nem Beyspielen seine Armee war das Ideal einer Leben-digkeit und Thätigkeit, die von keiner andern erreichtwerden konnte. — Liebe war das Band, woran er siehielt, Ordnung das Mittel, wodurch erste verkettete,Gehorsam der Zweck, wozu er sie führte. Nichts warso klein, das ihrer Aufmerksamkeit entging, und nichtsso unbedeutend, das sie ihm nicht mittheilen konnte. —Seine Befehle wurden aus seinem Munde verschlungen,und mit der genauesten Pünktlichkeit ausgeführt. *)

Eine

*) Siehe Perefixe S. izs- wenn dieses Gemählde übertriebenscheinen sollte.