Buch 
Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
Entstehung
Seite
325
JPEG-Download
 

nien, und unter dem Drachen sich selbst verstanden ha-ben. — Die Schweißer-Kantons, die Republik Vene-dig und England erkannten ihn als König, und die sonstin ihrem Versprechen unzuverlässige Königin konnte einemso glorreichen Sieger ihre Hülfe nicht mehr versagen;sie schickte ihm vier tausend Engländer mit Munition undLcbensmitkcln zur Verstärkung. — Der Graf von Sois-sons, die Herzoge von Orlcans und Longuille, die Mar-schälle von Biron und Aumont stießen bald daraufzu ihm.

Mayenne erwartete diese Truppenvereinigung nicht;er verschwand vom Schlachtfelde, und räumte die ganzeNormandie, — Die Nachrichten von seinem Siege,die vor ihm her gingen, mehr auf die Erhaltung derVolksgunst, als auf Wahrheit berechnet, mußten ihmeinen Weg bahnen, den der Schreck hätte unsicher machenkönnen. — Paris ward durch diese erlogene Thatsa-chen in einer Stimmung erhalten, die das Parteyge-wühl unterdrückte. Bald hatte man ausgestreuet, daßHeinrich über die Bedingungen, sich gefangen zu geben,kapitulire, bald, daß er wirklich gefangen sey, bald,Laß er in Paris im Triumph aufgeführt werden würde.Es gab sogar Frauen, die Fenster auf der Dionys-Straße für einen großen Preis mietheten, um ihn imTriumphe vorbey führen zu sehen.

Unter diesen frohen Erwartungen, die jeder Liguistnach dem Feuer seiner Anhänglichkeit erweiterte, erschienHeinrich auf einmahl mit fremden Truppen vor den Tho-ren von Paris. Er hatte bey dieser Unternehmung allesauf eine gedeihliche Wirksamkeit der Furcht berechnet»

ohne