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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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361
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erhielt seine Konsistenz, der Fanatismus neuen Stoff,die Psaffheit wirksamere Waffen, die Spanische Kabaleeine neue Richtung und eine erweiterte Welt. — Hein.richs Ehre war durch die Gewandtheit seines Gegnersverwundet; sein Vertrauen auf den Sieg in einerSchlacht durch kalte Ablehnung vereitelt; das verwüsteteLand zur Herbeyschaffung der nothwendigen Lebensbe-dürfnisse unzureichend; sein eignes Heer muthlos, ge-schwächt durch Krankheiten und Beschwerlichkeiten eineslangen Frldzugs; der Adel, der ihm auf seine eigenenUnkosten diente, war nicht mehr dienstwillig, sondernungehorsam; seine eigen« Kasse erschöpft; die Besoldungseiner Truppen beynahe unmöglich. — Schon mußteer unter seinem eigenen Heere Männer finden, die mitder geschwornen Treue und Ergebenheit jede nachteiligeMeinung von ihm vergrößerten, und jede widrige Nach-richt angelegentlichst verbreiteten.— Vorzüglich zeich,neten sich dabey Katholiken aus. — Ihre Gesinnungenwaren ein krebsartiges Uebel, durch jeden Zufall desKönigs verschlimmert. Nie konnte er mit Sicherheit aufden Arm derjenigen rechnen, deren Herz er nicht besaß.

Unter diesen Konjunkturen war es Drang der Noth-wendigkeit, sein Lager bey Chelles aufzuheben, aufPa.ris Verzicht zuthun, und sich gegen die Oise zurück zuziehen. — Er zertheilte sein Heer in verschiedene Hau»fen, besetzte die wichtigsten Platze mit starken Garniso«nen, entließ einen großen Theil seiner entkräfteten Trup-pen aus Geldnoth, und behielt für sich ein fliegendesLager, womit er den Herzog von Parma beobachten undbeständig beunruhigen konnte. — Allein kaum hatte

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