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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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365
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senden Staunen erregen. Wenn Heinrich hierdurch gegendie Maßregeln, wornach erhandelte, einiger Maßen ge-rechtfertigt ist, so muß ihm die Art der Ausführung zum-besondern Ruhm gerechnet werden. Denn er vereiteltenicht nur die Plane einer Armee, die sich die EroberungFrankreichs versprach; sondern war auch eben so kühn,einen Feind, der sich nicht aus Schwache zurück zieht,anzugreifen, als geschickt, sich aller seiner Vortheile zubedienen. *)

Was half aber Paris seine erlangte Befreyung?Parmsss Unternehmungen hatte Heinrichs Fortgangaufgehalten, und den des Herzogs von Mayenne umkeine Linie weiter gebracht, vielmehr den Geist der Un-ordnung seiner Schranken entbunden, und das Faktio-nengewühle noch wilder gemacht. „Ich bin," so schriebParma an Philipp, «zu schwach, und meine Instruk-tion geht nicht weit genug, um eine so mächtige Par-tey zu zügeln, und sie ist zu eifersüchtig, zu langsam,«zu trage, um wirksame Ordnung herzustellen. — Ich„rathe also, daß Ihre Majestät Sich an die Spitze der„Ligue stellen. — Leicht lassen sich hiezu die Geistlichen«und das Volk großer Städte gewinnen, denen der„ Druck der vorigen Regierung den Wunsch nach Vergit-terung aufgedrungen hat, und so könnte ohne große«Schwierigkeit entweder eine wildeSchweitzerverfassung,„oder eine sehr beschrankte Monarchie eingeführt, und„die Gefahr der Nachbarschaft auf immer abgeleitet«werden." Dieser Brief aus Philipps Seele an Philippgeschrieben, änderte auf einmahl seine Ansicht der Dinge.

Mit

') Sully.