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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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366
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Mit seinem Gelde aus Peru wurde jetzt die Rotte derSechzehner nicht nur bestochen, sondern auch zu weite,rer Bestechung verpflichtet, und Summen verschwendet,womit der beste Theil des Königreichs hatte erobert wer.den können.

In allen großen Städten erheben sich Parteyen, diedurch entgegen gesetztes Interesse sich einander aufriebenund fortzögen. Mayenne erhielt nur schwache Unter,"stützung, um an dieser und an der Folge derselben —seinen unglücklichen Unternehmungen — seine Gehässig,seit anzuheften, und seine Selbstsucht in ihrem lebhaf-ten Kolorit darzustellen. — Heinrich, schlau genug,die Schleichgange dxr Spanischen Politik zu einer vor-theilhaften Zeit auszukundschaften und zu benutzen, botseine ganze Kraft auf, die Wirksamkeit derselben zu lah.wen. Mit der ihm eignen Art von Herzlichkeit suchte erMayennen mehr als sonst durch Schmeichelcycn oderdurch glänzende Vorschlage an sich zu ziehen, und ihnauf die Stimmung einer Nation aufmerksam zu machen,die ihm kurz vorher in frohem Jubel schuldiget hatte.Hiedurch wurde Mayenne den Spaniern und seiner eige-nen Partey noch verdächtiger, und sein Ungestüm nahmeine kleine Geschmeidigkeit und Biegsamkeit an; vielleichtliegt in dieser Periode der Keim seiner Aussöhnung, undseiner Unterwerfung, den Heinrich also selbst bearbeitethatte. — Um d.es Volk in seinem ersten Enthusiasmusfür die Spanier irre zu leiten, durste Heinrich nur sei-nem Charakter ein ungebundenes Spiel lassen; der Kon-trast keiner Eigenschaften mit denen seines Vorfahrenmußte ihm Aller Herzen wieder gewinnen, oder doch ge-

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