4)6 -
Satyre alle Verhandlungen der Versammlung ins lächer-liche drehten, oder die geheimsten Beweggründe der An»führer mir atzendem Witze darlegten, ,,feht die Lilien,,auf dem Felde, sie arbeiten und nahen nicht," wardas Motto einer Gegenschrift auf Spaniens Vertragüber die Wahl der Infantin.
Die Versammlungen wurden immer tumultuarischer,bis endlich das Parlament durch die langen Zankereyenermüdet, und durch die Sorge für die äußere Sicherheitaufgeweckt, ein Arret gab, das die Krone auf die könig-liche Familie allein beschrankte, und eine andere Ueber-tragung derselben streng verbot — ein altes bekanntesund streng beobachtes Gesetz, dessen Nothwendigkeitjeder fühlte, und dessen Nichtbefolgung immer unter Da-tcrlandsverbrechcn gerechnet wurde — ein solches Gesetzerhielt durch dieses Arret den Anstrich des neuen. —Der Ernst und der Nachdruck, womit es vorgetragenwurde, schlug auf einmahl alles Lärmen und Toben nie.der; ein gewisses Staunen ergriff alle Französische Par-teyen; jeder suchte Schutz gegen seine verbrecherischeVergessenheit. — Die Reckte der königlichen Familieerhielten die Sanktion der Heiligkeit wieder, und Spa-niens Hoffnungen waren auf immer verloren. — Nochhatte es den Streich durch Vereinigung mit den mitge-troffenen Lotbringern ableiten können, aber beraubt vondem ersten Schrecken war jetzt unversöhnliche Rache daserste Gefühl geworden, womit es diese verfolgte, diesein Geld verschwendet, und seine zugesicherten Erwar-tungen getauscht hatten. Schon damahls, als derjunge Herzog von Guise von Philipp für seine Tochter in
der