r6 Uebersicht des politischen '
rich vi. die Macht des Englischen Adels. (*) Ge- ^wöhnt zu grossen Ausgaben, so lang sie die Ein- !künfte der eroberten Provinzen bezogen, blieben ^die erster» , da die Mittel dazu abgeschnitten wur-den. Die Natur der Sache brachte es mit, daßdie Güter in der Erbfolge vertheilt, und der Reich-thum grosser Familien durch die Theilung ge-schwächt werden mußte. Wie sich die Könige die !Bcfreyung vom Kriegsdienst von ihren VasalleitMit Geld bezahlen liessen, so thaten nun die Ed-len mit den ihrigen. Doch bestrebten sich die lez- jlern immer, wenigstens in der Menge ihrer Cli-enten (retslners) einen Schatten ihrer vorigenMacht beyzubehalten. Aber bald wurden sie ge-nöthigt , auch diesen Schatten hinzugeben, theilsdurch den Wachsthum der Künste in Europa, wel-cher den Ausgaben der Grossen eine neue Richtunggab, theils durch die Eifersucht Heinrichs VII.,welcher die Geseze gegen jene Clienten vermehrte.In dem bürgerlichen Kriege zwischen den HäusernLancaster und Zork, wo achtzig Prinzen vom kö-niglichen Geblüt als Opfer fielen, wurde der alte ^Adel von England ganz ausgerottet, und der neueAdel, den man von Zeit zu Zeit erschuf, um-och wenigstens den Stand vor völliger Auslö- !
schung ^
f. ' '
(*) Dies ist eine Bemerkung des weisen Philipp- v»nEsniniinkS.