Zustandes von England. iz
dieses Vorrecht genossen. Ohne ihre Bewilligungkonnte, nach der Verfassung des Königreichs, derKönig keine Taxen heben: nach der militärischenVerfassung war das Schwert in ihrer Hand:das Feudalsystem gab ihnen eine richterliche Ge-walt über ihre Herrschaften, welche sich auch überEigenthum vom höchsten Werth, ja über das Le-ben selbst erstrebte. Im Verfolg der Zeiten ge-wannen oft die Vasallen,, was der König ver-lohr, und je schwächer die Krone ward, destostärker wurden sie.
Aber, so wie eine Feudal - Monarchie im Lauf Fall der
der Zeit, nach dem natürlichen Gang, der Macht des Adels! ^Adels immer mehr zugicbt, so vermehrt eine Feu-dal - Aristokratie die Rechte des Volks. Alle Edel-leute sind, nach ihrem höhcrn Rang , in Zeitendes Friedens zu Ausgaben verbunden, welche ihrVermögen vermindern, und im Kriege richten siesich selbst zu Grund, indem sie mit ihrem Reich-thum die Lorbecrn bezahlen, die sie auf demSchlachtfelde gewinnen. Der Glanz und die Gast-freyheit des a!t>rn englischen Adels hatte seinesgleichen in Europa nicht. In auswärtigen Krie-gen vermehrten sie die Pracht ihres Aufzuges, umdie Uebermacht ihres Landes in den Augen derFremden zu erhöhen. Eben so sehr erschöpfte derVerlust der französischen Provinzen unter Hein-rich