Band 
Erster Band.
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Einleitung.

„sagten sie, keine Engel; der Pabst mag sich alsö„anderswoEngel schaffen--, Diese Gesinnungen äusser-ten sich vornehmlich bey der niedern Geistlichkeit, diees nicht im Vermögen hatte, mit so gutem Ansiande,als die Prälaten vom höher» Range, der Natur ihreschuldigen Opfer zu bringen. Allein Hildcbrand, dersich in weit grösser» Dingen Gehorsam zu verschaffenwußte, achtete des Widerspruchs nicht, indem er garwohl voraussehen konnte, daß durch die mit gleichsamunmerklichcn Schritten geschehene Vermischung desMönchsthums mit dem Priesterstand der Cölibat nachund nach von selbst allgemeines Gcsez würde.

Weit mehr Kühnheit erfoderte es, die weltlichenFürsten ihres Jnvesiiturrechts zu berauben. Es warzwar nicht zu läugneu, daß dieses Recht schrecklich miß-braucht , und daher die Kirche mit einer Menge nichts-würdiger Kreaturen versehen wurde, die sich durchGeld und Gunst Pfründen verschaften. Allein darumwar Hildebrand noch lange nicht berechtigt, mit demMißbrauch zugleich auch ein sehr nöthiges Reservat-recht weltlicher Fürsten auszurotten, die dasselbe vonder Zeit an, als das Christenthum herrschende Reli-gion im römischen Reiche ward, immer nur in derAbsicht ausübten, um zu verhindern, daß das Prie-sterkhum kein eigener Staat im Staate würde. Demherrschsüchtigen Pabste war es aber gerade darum zuthun, und er wollte nicht bloß, daß die Kirche einsvon jeder andern Macht unabhängige Herrschaft, son-dern alleinherrschend, und zwar in einem w weitenUmfange es seyn sollte, daß jede weltliche Macht, alleKönige, Fürsten und Obrigkeiten, sich für nichts bes-sers, als für Lehenträger und Vasallen des römischenStuhls ansehen könnten.

Hildebrand war zwar nicht der erste Pabst, der einso ausschweifendes System erfand. Schon im achtenJahrhundert maaßte sich Zacharias die Gewalt an,

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