Band 
Erster Band.
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so Einleitung.

»den, und endlich den Frieden und Ruhestand des„Lebens verwirret; so schreiten wir im Namen Gottes„am heutigen Tage zu einem kanonischen Urtheil wider„besagten Hildebrand als den gottlosesten Menschen,„ der nach lauter Raub und Feuer dürstet, der Mein-„ eid und Mord für erlaubt hält, der ein Anhänger„der Wahrsager und ein Zauberer ist, der die Todten„fraget, und der daher vom wahren Glauben abgefal»„len ist und erklären ihn für einen Abgesetzten und„ Verflossenen Hierauf schritt die Synode zur Wahleines neuen Pabstes, welche auf Guiberr, Erzbischofvon Ravenna fiel. Hildebrand sträubte sich zwar,dem Neuerwählten Platz zu machen. Allein Heinrichgieng mit einem zahlreichen Kriegsheer nach Italien,eroberte Rom, und der stolze Pabst hatte kaum Zeit,sich aus der Engelsburg nach Salerno zu flüchte«,wo er im Elende starb.

Ein Mann, der sich so unerhörte Gewaltthätigkeitenerlaubte, hatte wohl kein besseres Schicksal zu erwar-ten; und, wenn man sich je über etwas befremdendürfte, so müßte es darüber geschehen, daß er nichtschon früher den Lohn seiner kühnen Verbrechen em-pfieng. So wenig indessen die Versuche, die er zurErringung einer allgemeinen Oberherrschaft wagte, ihmirgend einen persönlichen Vortheil verschaften, so hat-te er doch dadurch zu den nachfolgenden Mißhandlun-gen, denen die Kaiser von dieser Zeit an unterworfenwaren, gleichsam den Weg gebahnt. Er hatte gewisseGrundsätze aufgestellt, die, von seinen Nachfolgernmit mehr Klugheit und Vorsicht benutzt, unendlichenSchaden in Staat und Kirche stifteten. Unter demscheinbaren Vorwande, daß in der geistlichen Regie-rung durchaus Gleichförmigkeit und Einheit herrschenmüsse, gründete er den unerträglichsten Despotismus;und, wenn bisher die Hierarchie der Kirche noch einenSchatten von aristokratischer Herrschaft an sich hatte,