Band 
Erster Band.
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Drittes Buch.

Pilgrimen und den Eroberern des heiligen GrabesChristi sehr geläufig waren. Unter solchen Infamienließ sich Balduin, Graf von Flandern, als griechi-scher Kaiser krönen, und mittels solcher Verbrechen usur-pierten die Lateiner fünfzig Jahre hindurch einenThron , der ihnen durch Michael palaogolus wiederentrissen wurde.

Sie hakten, wenn es ihnen nicht mehr um die Wol-lüste des Orients, als um Kriegsgefahren zu thun ge-wesen wäre , als Herren der griechischen Monarchieallerdings den Sarazenen ihre Herrschaft m Kleinasienstreitig machen können. Allein sie verloren, was vor-geblicher Zweck aller bisherigen Kreuzzüge war, ausden Augen, und schwelgten dafür nach morgenländischerWeise. Von dieser Zeit an waren die Heercszäge nachPalastina so glänzend nicht mehr, als vorher. Zwareroberte Kaiser Friedrich II. Jerusalem wieder. Aberihn drückte der Fluch des Pabstes, und selbst diejeni-gen, die eigens den Beruf hatten, die Ehre des christ-lichen Namens zu befödern, waren verworfen und nie-derträchtig genug, durch Verräthereien die siegreichenSchritte des Kaisers zu hemmen, und ihn zum Rück-züge nach Europa zu nöthigen. Nach Vierzehen Jahrengerieth Jerusalem wieder in die Hände der Saraze-nen, und Ludwig IX. von Frankreich war auf sei-nem Zuge viel zu unglücklich, um den Verlust der Chri-sten wieder ersetzen zu können. Im Jahre 1297. giengendlich auch noch der letzte Schatten christlicher Herr,schaft in dem heiligen Lande verloren, nachdem pro-lemais, die einzige bisher noch behauptete Besitzung,von den Sarazenen weggenommen wurde.

Zwey hundert Jahre hindurch dauerten diese aben-thcuerlichen Züge. Mehr als sechs Millionen Menschenwurden während derselben von Krankheiten oder feind-lichem Schwerdte aufgerieben. Eine grosse Menge deut-scher und französischer Ritter hatte ein so abcntheuerli-