?2s Einleitung.
Volk aufzubrechen. Dieser Fug aber zeichnete sich vovallen übrigen durch nichts als durch infame Schand-thaten aus. Gleichviel, ob aus Ehrsucht, oder auszufälliger Veranlassung, bedienten sie sich in Gemein-schaft der Venezianer, denen sie zur Eroberung derIntel Zara behülflich waren, ihrer Massen, das grie-chische Kaiserthum zu unterjochen. Unter dem Verwän-de, einen schändlichen Usurpator vom Throne zu flös-sen , setzten sie in der Person des Ifaacs Angeluseinen noch schändlichern auf denselben. Als dieser esnicht im Vermögen hatte, die Habsucht der Kreuzkriegerin allen Stücken befriedigen zu können, mußte er essich endlich gefallen lassen, ihnen das ganze Reich zurDeute zu geben Sie nahmen Bonsiantinopel zwarunter Bedinguiß, den Einwohnern keinen Schaden zuthun, in Besitz. Aber ihnen war es nicht um Workhal-ken zu thun. Sie geitzteu nur nach Raub und Plünde-rung, und so wurde die schönste und reichste Stadt derWelt an verschiedenen Orten angezündet, die prächtig-sten Palläste geplündert und Frauen und Töchter ge-schändet. Kein Tempel war so heilig, daß er nicht dergeilen Wuth und dem Geitz dieser vorgeblichen Strei«ter Christi zur Freysiatte gedient hatte. Sie führtenihre Pferde und Maulesel bis an die Stufen des Al-tars , wo sie dieselben mit den geraubten goldenen undsilbernen Kirchengeschirren bepackten. Reliquien, Bil-der und Hostien lagen auf der Erde und in dem Mistdieser Thiere. Das Blut der in diesen Freystätten ge-tödteten Christen, und das Blut der Thiere, die aufdem glatt polierten Pflaster der Tempel Hals und Kno-chen brachen, floß durcheinander, und der Mist derPferde und Menschen machte aus den prächtigen Kir-chen zu Lonstsnrmopcl stinkende Stalle. Eine lieder-liche Weibsperson sprang auf den Stuhl des Patriar-chen, und stimmte an dem Orte, wo fönst nur geist-liche Lieder ertönten, Hureiilieder an, die den heiligen